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Garmin Instinct - wasserdichte GPS-Smartwatch für Outdoor, Sport & Alltag

Garmin Instinct - wasserdichte GPS-Smartwatch für Outdoor, Sport & Alltag

Wieviel Outdoor-Smartwatch darf´s denn bitte für deine nächste Trecking-Tour oder dein Sportprogramm sein? Ob die Garmin Instinct auch für dich ein treuer Begleiter für fast alle Lebenslagen werden könnte, entscheidet die Summe der Details, die die Werbeversprechen im wirklichen Leben bestätigen oder dementieren. Ist die Garmin Instinct wirklich so robust, wie man es von einer Outdoor-Uhr nach Militärstandard erwarten würde? Und wie tauglich und smart kann so ein Alleskönner zum Schluss im normalen Alltag noch sein? Ich nutze die Garmin Instinct seit etlichen Monaten. Mein Erfahrungsbericht soll eine Entscheidungshilfe für dich als Otto-Normalverbraucher mit einer Schwäche für Outdoor-Uhren für Alltag und Outdoor im unaufdringlichen Military-Look sein.

Garmin Instinct als Nachfolger meiner Polar M400

Ein Vergleich beider Uhren wäre natürlich völliger Humbug. Als Freizeitläufer im Bereich Halbmarathon und begeisterter aber viel zu seltener Outdoorer hatte ich vor geraumer Zeit einfach keine Lust mehr auf meine Polar M400 mit Brustgurt und begann zu recherchieren. Als reine Laufuhr war sie mittlerweile auch nicht mehr ganz taufrisch und aus technischer Sicht nie für eine Unterstützung von Outdoor-Aktivitäten angedacht. Daher sollte es nun primär eine Smartwatch sein, die Outdoor, Sport, Alltag und rudimentäre Gesundheitsfunktionen unterstützt, ohne zwingend auf einen Brustgurt angewiesen zu sein. Als vermeintlich eierlegende Wollmilchsau schien die Garmin Instinct meine Vorgaben zu erfüllen und entsprach auch beim Design meinen Vorstellungen eines Zeitmessers, der mit mir durch dick und dünn geht.

Garmin Instinct für jeden Typ

Na denn kaufst´ dir einfach die Uhr, die entfernt an eine Casio G-Shock erinnert und gut ist´s. Ja aber nein, denn die Garmin Instinct gibt es in den fünf Modell-Varianten STANDARD, TACTICAL, ESPORTS, CAMO und SURF mit insgesamt 18 Farbausführungen. Ok, aus dem Namen lässt ja schon mal die grobe Ausrichtung ableiten. Aber damit nicht genug gibt es jede Variante optional auch als Solar-Uhr, also mit Solarladelinse, die die Sonnenenergie nutzt und so die Akku-Laufzeit verlängert. Dieses interessante Uplift ist aber natürlich auch teurer. Die Menge der Versionen zeigt jedenfalls schon, wie sicher man sich bei Garmin ist/war, den Nerv einer enorm großen Zielgruppe mit einem Grundmodell zu treffen.

Ganz mein Typ - Garmin Instinct Standard schiefergrau/schwarz

Diese farblich gar nicht so aufregende Outdoor-Uhr sollte es dann sein. Nun ja, ob die Uhr jetzt extremen Temperaturen, Erschütterungen und Wassertiefen von bis zu 100 Meter länger stand hält als ich, war mir ziemlich egal. In solchen Momenten hat man anderes Equipment dabei und vor allem andere Sorgen, als sich über eine defekte Uhr zu ärgern. Ich nahm das jetzt also einfach mal als Leistungsreserve so hin. Wichtiger war mir da schon das robuste und leichte Gehäuse aus faserverstärktem Polymer und das kratzfeste Display mit hohem Kontrast. Bei starker Sonneneinstrahlung am Wasser, keuchend am Berg auf 3.000 m Höhe oder schlichtweg auf dem letzten Drittel des Halbmarathons laufend, ist dieser Vorteil klar ersichtlich. Tatsächlich ist das tief in das Gehäuse eingebettete Display von daher schon gut geschützt. Genial finde ich auch die ausreichenden Anpassungsmöglichkeiten des Anzeigendesigns und die prozentual anpassbare Beleuchtungsstärke.

Garmin Instinct - nicht klein aber dafür außergewöhnlich leicht

Mit nur 52g Gewicht besitzt die bis 10 ATM wasserdichte Outdoor-Uhr eine physische Größe von 45 x 45 x 15,3 mm, wobei die Anzeigegröße des Displays 23 x 23 mm ausmacht. Der Rest ist halt Rand, der den angesprochenen G-Shock Effekt erzeugt. Die Bedienung erfolgt über insgesamt fünf große und auch im Dunklen gut zu treffende Knöpfe. Touch & swipe gibt es bei der Garmin Instinct nicht. Mir persönlich gefällt aber genau diese Reduktion sehr gut. Weil die Knöpfe tief im Gehäuse sitzen und nur leicht vorstehen, ist eine unbeabsichtigte Klickerei im Grunde ausgeschlossen. Die fünf Tasten besitzen jeweils Doppelfunktionen, welche auf dem Display (kurzer Druck) und auf dem Gehäuse (langer Druck) selbsterklärend abzulesen sind. Die Menüführung ist leicht verständlich, sofern man das Grundprinzip einmal geschnallt hat. Für Umsteiger von anderen Herstellern hilft das online verfügbare und auch downloadbare Handbuch über die ansonsten gar nicht so hohen Einstiegshürden hinweg.

Der erste Eindruck als Armbanduhr

Immer wenn man eine Uhr zum ersten Mal umbindet, kommt der spannende Moment für mindestens drei Faktoren. Wirkt die Uhr zum Beispiel für das Laufen zu “schwer”? Wie sicher ist das Schließsystem? Hält das Armband die Uhr zu eng oder zu lässig am Handgelenk?

Die Garmin Instinct fühlt sich in der Praxis so leicht an, wie das angegeben Gewicht von nur 52g ja bereits erahnen lässt. Es gibt keine scharfen oder spitzen Ecken oder Kanten. Die Dornschließe am angenehm weichen und leicht dehnbaren Silikon-Armband macht vertrauenserweckend genau das, was sie soll. Damit das überschüssige Armband nicht herumschlackert wie ein Lämmerschwanz, fixieren zwei Armbandschlaufen (eine mit Arretierung) das Armbandende. Da rutscht tatsächlich nichts. Wer diese Uhr verliert, sollte flugs prüfen, ob eigentlich noch die Hand dran ist. Die auf dem Armband durchgängig vorhandenen Öffnungsschlitze bringen zwei Effekte, die mir echt gut gefallen. Einerseits ist es wirklich möglich, die angenehmste Länge des Armbandes einzustellen. Und andererseits wird durch diese vielen Öffnungen eine geniale Belüftung ermöglicht, die ich mir so noch bei keiner Uhr aufgefallen ist. Top. Bei körperlicher Belastung ist der typische Schwitzeffekt zwischen Armband und Haut so auf ein Minimum reduziert.

Die Garmin Instinct als technischer Tausendsassa

Die Instinct Outdoor-Smartwatch zeichnet den ganzen Tag lang deine Herzfrequenz, deinen Stress und über vorinstallierte Sport- und Outdoor Profile deine Aktivitäten auf. Neben den Klassikern wie Laufen, Wandern, Mountainbiken, Schwimmen stehen dir auch Skifahren, Rudern, Krafttraining, Yoga und etliche weitere Profile zur Verfügung. Um in der Vielfalt nicht dem Klickwahn zu verfallen, habe ich mir fix einen Schnellzugriff (GPS, kurz) einfach eine kurze Favoritenliste angelegt. Jede Aktivität kann sinnigerweise gestartet, gestoppt, (später) fortgesetzt und mit einer Kurzauswertung komplett beendet werden.

Mit einem Blick lasse ich mir neben Uhrzeit und Datum direkt auf der Uhr die tagesaktuelle Schrittzahl, den Puls und Batteriestatus anzeigen. Mit nur einem Klick (ABC) lasse ich mir zusätzlich die Intensitätsminuten, die hochgestiegenen Stockwerke und den Kalorienverbrauch des Tages anzeigen. Die gewünschten Anzeigewerte kann man sich übrigens ziemlich modular selbst zusammenstellen. Wer (abhängig von Geschlecht und Alter) den durchschnittlichen Kalorienverbrauch von ca. 1.800 bis 2.500 und eine von der WHO empfohlene Schrittzahl von 10k im Auge hat, ist auch im Alltag mit sich und seinem Körper schon auf dem richtigen Weg. Der Kampf mit dem alltäglichen Schweinehund ist ziemlich konkret messbar und allein dadurch schon halb gewonnen.

Herzfrequenz & Body-Battery - bin ich heute fit?

Die Messung der Herzfrequenz erfolgt mit Hilfe eines optischen Sensors am Gehäuseboden direkt am Handgelenk, kann aber auch optional mit ANT+ Herzfrequenz-Brustgurten erfolgen. Wenn die Uhr nicht ganz anliegt, wirkt das grüne Geflackere des optischen Sensors in der Nacht etwas spacig, ist aber prinzipiell ok. Apropos Nacht: auch hier erfolgt eine Aufzeichnung der Schlafphasen, die als ein Faktor in die Auswertung deiner Leistungsfähigkeit einfließt. Die Body-Battery zeigt im Grunde in einem Diagramm bis 100 wie fit oder wie fertig du eigentlich in deinem Innersten bist. Egal ob Job & Stress, Sport oder Festival - alles hat auf die Leistungsfähigkeit der nächsten ein bis zwei Tage Auswirkungen. Vor einem Halbmarathon, einem Test-Training oder einer knackigen Trecking-Tour macht ein Check dieser Daten echt Sinn.

Die Garmin Instinct als Smartwatch

Wie kann es auch anders sein, wird die Garmin Instinct als Smartwatch per Bluetooth mit deinem Telefon gekoppelt. Auch wenn das Handy im Rucksack, in der Gürteltasche oder der Beintasche steckt, bist du somit “always on” für die Synchronisation der Daten oder die Anzeige von Notifications wie Anrufe, Messenger, Kalender und Wetterinformation. Wer die Uhr zum Schlafen am Handgelenk behält, kann sich mit aktivierten DND-Modus (do-not-disturb) diese Benachrichtigungen und Hinweise vom Leibe halten. Alarme zum Wecken, Sonnenauf- oder Untergang (also von der Sonne und nicht von der Erde) Sturm oder Timer bleiben dabei weiterhin aktiv. Ein kleines aber feines Gimmick ist die Möglichkeit, sein Handy über die Uhr finden zu lassen, sofern sich dieses gekoppelt im Umkreis von maximal 10 m befindet. Wer auf “always on” verzichten kann, deaktiviert einfach die Kopplung (Menu) und spart Strom. Nur bei Bedarf, zum Beispiel zum Synchronisieren der Tagesdaten mit der Garmin Connect App ist die Verbindung fix wieder über wenige Klicks hergestellt. Alles, was die Garmin Instinct an Protokollen monochrom und für die geringe Anzeige auf dem Display reduziert darstellt, erscheint in der App auf dem Telefon absolut umfangreich. Für noch mehr Dynamik kannst du dich mit Freunden verbinden, an Challenges teilnehmen oder eigene Herausforderungen starten und dein Punktekonto zum Erreichen der nächsten virtuellen Stufe füllen.

Die Garmin Instinct als GPS-Outdoor-Uhr

Im Inneren verfügt die Uhr über einen barometrischen Höhenmesser-, Barometer- und 3-Achsen-Kompass mit automatischer Kalibrierung.

Die aktuelle Position der Uhr wird durch GPS-, oder in Kombination mit GLONASS- oder GALILEO-Satelliten nicht nur exakt, sondern auch sehr fix ermittelt (GPS). Sofern das GPS-Signal in den Bergen bzw. im Tal nicht gefunden wird, schafft die stromhungrigere Kombi mit einem der zwei anderen Satellitensysteme Abhilfe.

Die Werte für Höhenmeter der letzten vier Stunden und das Barometer (letzte 6 / 12 / 24 Stunden) werden als Zahlen und grafisch dargestellt (ABC). Das Barometer stellt nicht nur Luftdruckveränderungen als Indiz auf ein drohendes Unwetter dar, sondern kann auch als entsprechender Alarm vor unliebsamen Wetterkapriolen warnen.

Sehr hilfreich ist die unkomplizierte Navigationsmöglichkeit mit “Peilen und los” und für den Notfall auch die TracBack-Funktion, die dich wieder zum Ausgangspunkt oder vorab gespeicherten Standort zurück führt. Die Verwendung von Karten unterstützt die Garmin Instinct nicht. Vielmehr geht es um Routen und Wegepunkte, nach denen wirklich gut navigiert werden kann. Absolut Sinn macht auch die Anzeige von Sonnenauf- & untergang, sowie Dämmerung (optional mit Alarmverknüpfung) vergangener oder kommender Tage für eine Tourenplanung. Diese Funktion stand meinem jugendlichen Leichtsinn bei einer Tour vor einiger Zeit auf dem empfehlenswerten Roque de los Muchachos leider nicht zur Verfügung.

Ausdauernder Akku der Garmin Instinct

Ein kleiner Wermutstropfen vorweg: die Uhr wird über ein zusätzliches USB-Kabel mit einen eigenen  Anschluss geladen, der zu keinem anderen Gerät außerhalb des Garmin-Ökosystems passt. Meine vorhandene  Auswahl an Ladekabeln mit Micro-USB und/oder USB-C Kabeln somit nicht in Frage. Ich kenne Leute, die spätestens jeden zweiten bis dritten Tag mit ihrer “normalen” Smartwatch an ein Ladekabel  müssen. Die Garmin Instinct hält da erfreulicherweise schon ganz anders durch. Aber irgendwann steht halt nur noch einer von fünf Ladebalken und warnt, dass der Saft auch hier zur Neige geht. Temperaturabhängig hält die Uhr im Smartwatch-Modus laut Herstellerangabe bis zu 14 Tage. Bei Aktivitäten im Standard GPS-Modus (Laufen, Wandern, Gehen, Radfahren etc.) reduziert sich das Ganze schon auf 16 Stunden. Bei längeren Touren ist da die Auswahl des UltraTrac™-Modus mit bis zu 40 Stunden echt empfehlenswert. Hierbei agieren zwar alle Sensoren in Normalfunktion, die Aktualisierungsrate der GPS-Daten wird jedoch auf einmal pro Minute (ein Trackpunkt in der Minute) reduziert. Für Wandern und Gehen reicht dies völlig aus. Wer außerdem auf die Smartfunktionen und Notifications verzichten kann, deaktiviert einfach die Verbindung zum gekoppelten Telefon und spart somit Strom. Eine Synchronisation muss dann natürlich manuell durchgeführt werden. Unterm Strich hält der Akku bei mir mit täglich 1,5h  Aktivitäten ca. 1,5 Wochen.

Als Fazit sehe ich meine Erwartungen an die Garmin Instinct als erfüllt an. Ich trage die Uhr gern, täglich und empfinde die Funktionen als sinnvolle Helfer und Ergänzung meiner Aktivitäten. Manchmal ertappe ich mich zwar bei dem Gedanken, ob die Variante mit der Solarladelinse vielleicht doch die bessere Entscheidung gewesen wäre, aber gut. Man kann nicht alles haben ;-)

Bildnachweis: © Garmin Ltd. oder deren Tochtergesellschaften

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